1.2 Bearbeiten und Editieren
Alle Fenster in den WINDOWS-Anwendungsprogrammen haben ein Menü. Und das Menü beginnt in den meisten Fällen (Ausnahmen wollen dem Autor spontan nicht einfallen) mit Datei, Bearbeiten und Ansicht. Wir wollen in diesem Kapitel uns etwas ausführlicher mit dem Menüpunkt Bearbeiten beschäftigen, weil der Autor sich sicher ist, dass Sie zwar alle bereits ein wenig Vertrauen im Umgang mit diesen Menüpunkt gefunden haben – was bestimmt nicht auf weitere Menüpunkte zutreffen dürfte (Ausnahme ist die Ansichtssache mit der wir uns im vorigen Kapitel 1.1 vertraut gemacht haben) – und wir deswegen auf Untermenüpunkte wie Rückgängig: Eingabe und Wiederholen: Eingabe, sowie Alles markieren weniger eingehen. Warum? Auch hier glaubt der Autor sich sicher zu sein, dass die geneigten Leserinnen und Leser dieses Readers bereits genügend eigene praktische Erfahrungen im Umgang mit ebengenannten Posten im Untermenü (PullDownMenü) zu Bearbeiten gesammelt haben werden.
Stellen Sie sich doch jetzt bitte mal ein Foto mit dem Konterfei Ihres Liebsten bzw. Ihrer Liebsten vor, dass vor Ihnen auf Ihren IKEA-Schreibtisch (engl.: Desktop) liegt. Jetzt wollen Sie aber auf einem anderen Blatt Papier alle Ihre weiteren Liebhaber bzw. Liebhaberinnen unterbringen, von den Sie ebenfalls Fotos haben. Sie wollen eine Portrait-Liste Ihrer Liebhaber und Liebhaberinnen veröffentlichen und in Ihren Lieblingsbäckereien ans Schwarze Brett nageln. Um Kosten zu sparen, wollen Sie aber alle – sagen wir mal vier – Fotos auf einem Blatt übertragen, um dieses dann – der Anzahl Ihrer Lieblingsbäckereien entsprechend – zu kopieren. Der erste Schritt für ein erfolgreiches Desktop-Publishing (DTP) ist jetzt getan: Sie haben ein Ziel!
Nun besorgen Sie sich Ihre Instrumente. Was Sie brauchen ist eine gute Schere, einen schnelltrocknenden Klebestift, genügend weißes Papier, eine ruhige Hand, eine saubere Unterlage (Pad), einen (IKEA)-Desktop und selbstverständlich viel Zeit (oder aber, Sie arbeiten mit einem guten Rechner und alles geht schneller, wenn man weiß, wie). Wenn Sie einmal am Originalfoto geschnippelt haben und Sie diese Schnippsel auf ein anderes Blatt Papier kleben, was ist dann mit dem Originalfoto geschehen? Diese Frage dürfen Sie sich auch getrost stellen, wenn Sie unter Bearbeiten die Funktion Ausschneiden, gewählt haben. Bevor Sie Ausschneiden müssen Sie den auszuschneidenden Textabschnitt markiert haben (getreu dem Motto: erst MARKIEREN und dann AGIEREN! Wenn Sie dann Ausschneiden im Menü Bearbeiten wählen, dürfen Sie dieselbe Frage an Ihr Dokument stellen, wie die ebengenannte mit dem zerschnippelten Originalfoto. Was ist mit Ihrem Textabschnitt geschehen? Sollte es nicht in Ihrem Sinne gewesen sein, dass Original zu verstümmeln, dann wählen Sie den Posten Kopieren im Menüpunkt Bearbeiten. Sollten Sie noch unsicher bei grundlegenden Maus- und Tastaturtechniken sein, um Textabschnitte zu markieren, dann wenden Sie sich an mich (ich helfe Ihnen gern weiter), wollen Sie Ihr gesamtes Dokument markieren, dann wählen Sie unter Bearbeiten den Posten Alles Markieren aus; denn ohne Markieren kein Kopieren und auch kein Ausschneiden.
Im Menüpunkt Bearbeiten finden Sie den Posten Einfügen. Dieser Posten ist nur dann aktiv, wenn Sie entweder etwas ausgeschnitten oder etwas kopiert haben. Einmal angeklickt und es wird eingefügt, was zuvor von Ihnen ausgeschnitten oder kopiert worden ist. Nun wundert es Sie vielleicht auch nicht mehr, dass Sie nichts Weltbewegendes sehen, wenn Sie einen markierten Text kopiert haben. Die Kopie liegt im Zwischenspeicher (Cache) bis Sie sie andernorts wieder eingefügt haben, solange bis Sie diesen Inhalt durch einen neuen Kopierbefehl eines anderen markierten Textes austauschen. Also einmal kopiert und immer verfügbar, solange Ihr PC-Programm läuft und Sie nichts anderes kopieren.
Was bedeutet nun der Unterschied zwischen Einfügen und Inhalte einfügen...? Während beim einfachen Einfügen kein Dialogfenster erscheint, öffnet sich bei linkem Mausklick auf Inhalte einfügen... (die drei Punkte hinter einfügen lassen es schon vermuten) ein Dialogfenster. Dieser Vorgang ist im Übrigen bei allen Posten zu erwarten, die mit drei Punkten enden.
Abbildung 1.2.1 Bearbeiten Inhalte einfügen...

Tja, was ist nun der Unterschied zwischen Einfügen und Inhalte einfügen...? Stellen Sie sich bitte vor, Sie müßten jetzt einen Lebenslauf verfassen. In diesem Lebenslauf finden sich alle Ihre bisherigen Lebensabschnitte tabellarisch gelistet, die Ihren gewünschten Arbeitgeber interessieren sollen. Ihr Lebenslauf ist einmal geschrieben, hat den Dateinamen Lebenslauf und ist ein Dokument, das nicht mehr ersetzt, sondern lediglich ggf. ergänzt werden soll. Z. B. nach Beendigung Ihrer Umschulung wird in diesem Lebenslauf Ihre Umschulungsmaßnahme im Berufsförderungswerk erwähnt. Hätten Sie den "alten" Lebenslauf in all Ihre Bewerbungsdateien kopiert und eingefügt unter Bearbeiten Einfügen, dann müßten Sie nach erfolgreicher Beendigung Ihrer beruflichen und gesellschaftlichen Fördermaßnahme in unserem Hause nicht nur die Bewerbungsschreiben abändern, sondern jeden einzelnen Lebenslauf in jeder einzelnen Bewerbungsdatei. Hätten Sie aber einmal einen Lebenslauf in einer eigenen Datei erstellt und diesen in Ihre Bewerbungsdateien kopiert und unter Bearbeiten Inhalte einfügen... eingesetzt und statt den Dialogfenster-Punkt Einfügen den Dialogfenster-Punkt Verknüpfen gewählt (siehe dazu Abbildung 1.2.1), dann bräuchten Sie nur das Original zu ändern und all Ihre Lebensläufe in jeder einzelnen Bewerbungsdatei würde dann entsprechend dem Original mit geändert. Praktisch nicht wahr?
Was ist eigentlich ein Hyperlink? Sicherlich waren Sie schonmal im Internet und haben gesurft. Surfen bezeichnet normalerweise eine Wassersportart auf der man von einer Welle auf die andere mit einem Wellenbrett reitet. Im Internet haben Sie zwar kein Brett für solche Fälle, aber Sie haben die Maus oder das Touchpad (engl.: to touch=berühren) auf Ihrem Laptop.
Hyperlink heißt zum Beispiel, direkt per Mausklick (oder One-Touch beim Laptop) eine Adresse im Internet erreichen, wenn Ihr Rechner mit dem Internet verbunden ist. Aber was ist ein Hyperlink? Das Wort hyper ist ein alt-griechisches Adjektiv (Eigenschaftswort) und bedeutet soviel wie übergeordnet und dabei unsichtbar. Das Wort link ist ein englisches Verb (Tätigkeitswort) und bedeutet verbinden. Verbinden jedoch nicht im Sinne der Ersten Hilfe mit viel Verbandsmull und -Müll, sondern mehr im Sinne eines kommunikativen Anschlusses. Einen Hyperlink in elektronisch verarbeiteten Texten erkennen Sie nicht auf Papier, sondern ausschließlich am Monitor bzw. Display daran, dass Ihr Mauszeiger eine Hand mit ausgestreckten Zeigefinger symbolisiert, wenn Sie diesen an eine verlinkten Textstelle halten. Ein Klick mit der linken Maustaste genügt und Sie sind mit der Seite verbunden (vorausgesetzt, dass die Seite im Internet unter der Adresse existiert und Sie mit dem Internet verbunden sind). Ein Hyperlink kann auch auf eine von Ihnen gewünschte Datei führen, die sich auf Ihrer Festplatte oder auf einen anderen Datenträger (3,5-Zoll-Diskette, CD-RoM, etc.) befindet. Oder aber ein Hyperlink verweist auf eine Stelle im aktuellen Dokument (Sprungmarken).
Nutzen wir auf der nächsten Seite die Gelegenheit zu einem kleinen Exkurs zum Texteditor, der bei der Erstellung von Internetseiten eine wesentliche Rolle spielt. Zwar ist auch WORD in der Lage, Ihr Dokument in eine Internetseite zu verzaubern (ab WORD 2000 gibt es unter dem Menüpunkt Datei die Möglichkeit ein Dokument als Webseite zu speichern) oder nüchterner gesagt in ein HTML-Dokument umzuwandeln, eine Nachbearbeitung ohne HTML-Kenntnisse wird dann schwierig. Nachbearbeiten können Sie HTML-Seiten dann am besten im Editor (siehe Abbildung 1.2.5) oder in einem Programm, dass Ihnen hilft, HTML-Seiten zu entwerfen (Frontpage-Maker von Microsoft, Adobe Go Live, Dreamweaver von Macromedia, jetzt Adobe und der einfachste HTML-Editor von allem ist unter
www.meybohm.de als Freeware herunterzuladen).Abb. 1.2.3 Alle Funktionen unter WORD 97 per Mausklick auf einen Blick
Abb. 1.2.4 Alle Funktionen in WordPad unter Programme Zubehör per Mausklick auf einen Blick
Das WordPad ist ebenfalls ein Textverarbeitungsprogramm. Dieses Programm ist im Betriebssystem zu WINDOWS enthalten, wohingegen Sie WORD, EXCEL, POWERPOINT und Co. per Lizenz für teuer Geld erwerben müssen. Wenn Sie allerdings einen Schülerstatus nachweisen können, so bekommen Sie Lizenzen u. U. zu einem Drittel des Marktpreises. Die beiden Abbildungen lassen lediglich erahnen, was WORD und was WordPad leisten. Um einzelne Geschäftsbriefe aufsetzen zu können, reicht WordPad allemal. Um allerdings Seriendrucke zu erstellen (wie das geht, das lernen wir noch im Kapitel 1.6 Extras und Optionen), so wie es unter WORD im Menüpunkt Extras Seriendruck... möglich ist, da werden Sie mit WordPad scheitern. Das kann nur WORD leisten.
Ansonsten liefert WordPad die wichtigsten Funktionen eines guten Schreibprogramms. Man kann Texte automatisch gliedern und formatieren (auch wenn Sie dort nicht gleich auf Anhieb das gewohnte Umfeld an Short-Cut-Button sehen können). Allerdings dies auch nur mit Beschränkungen, z. B. kann man den Text nicht im Blocksatz erstellen, aber ansonsten kann man auch in WordPad Schriftarten, -Größen und –Farben verändern, im Dokument suchen und ersetzen, Inhalte einfügen, das Dokument drucken (im Hoch- und Querformat, alle Seiten, markierte Textstellen oder einzelne Seiten, per manuellen oder automatischen Blatteinzug, mehrere Exemplare Ihres Dokuments, etc.) – Sie können aber mit WordPad keine erweiterten Eigenschaften hinsichtlich des Layouts und der Papierqualität vornehmen und auch keine intelligenten Anforderungen an die Rationalisierung eines Dokumentendrucks stellen, wie z. B. das Drucken von Kommentaren, Tastaturbelegungen oder das Drucken von ausschließlich geraden oder ungeraden Seiten in Ihrem Dokument. Sie werden in Kapitel 1.3 Lernen Saubere Ausdrucke zu Organisieren, was Sie dann unter WORD im Menüpunkt Datei angstfrei ausbaldovern dürfen. Einen Vorgeschmack in Drucksachen gibt Ihnen auch Ihr WORD 2000 Lehrbuch auf Seite 31 und für Neugierige mit Sonderansprüchen auf Seite 124ff.
WINDOWS verfügt standardmäßig unter Programme Zubehör über ein weiteres Textverarbeitungsprogramm namens Editor, der allerdings weniger dazu gedacht ist, Dokumente zu drucken, sondern über ganz andere Vorzüge der Textverarbeitung verfügt. Bitte sehen Sie sich Abbildung 1.2.5 etwas genauer an! Sie finden dort den Text in voller Länge, wie Sie ihn auf Seite 16 dieses Readers finden. Es macht zwar auf den ersten Blick den Anschein, als sei unter Abbildung 1.2.5 der Text nicht vollständig vorhanden, aber er ist es. Sie sehen den Text in voller Länge, wenn Sie den horizontalen Bildlaufpfeil rechts mit der linken Maustaste gedrückt halten (eine excellente Abbildung mit Beschreibung der Bildlaufleisten finden Sie in Ihrem Lehrbuch auf Seite 19) oder wenn Sie schon ein Profi in Sachen Texteditor sind, dann wissen Sie sicherlich, dass Sie Ihren Text mit Zeilenumbrüche sehen können, wenn Sie den Menüpunkt Zeilenumbruch unter Format im Editor abgehakt haben.
Abb. 1.2.5 Der Editor unter WINDOWS Programme Zubehör
Jetzt ist bei Ihnen bestimmt der Punkt erreicht, wo Sie sich fragen, was hat denn dieser Exkurs mit WORD zu tun. Nur sovieles: Sie sollten wissen, dass immer mehrere Wege nach RoM führen und dass Sie in Ihrem künftigen beruflichen Alltag (vielleicht auch schon im betrieblichen Praktikum!) vor Herausforderungen gestellt werden, die eigenständiges Denken und Handeln unabdingbar machen. Ganz nach dem Motto: Geht nicht – gibt’s nicht! Sprüche, wie: "Jetzt ist alles weg!" oder "Ich hab nichts gemacht!" sollten Sie sich spätestens im Betrieb dreimal überlegen, bevor sie Ihnen über die Lippen kommen. Dieser Exkurs soll Sie jetzt zwar nicht in die Hohe Kunst der HTML-Programmierung unterweisen, allerdings soll er Sie davor beschützen, dass Sie versehentlich - oder rein der Experimentierfreude halber - unter WORD 2000 im Menüpunkt Datei Als Webseite speichern unter... angeklickt haben und Sie spaßeshalber – oder warum auch immer – Sie plötzlich ein HTML-Dokument fertiggestellt haben.
Bleiben wir bei den Textbeispiel auf Seite 17 in diesem Reader und benutzen ihn, um ein HTML-Dokument zu erstellen. Das sähe dann nämlich so aus, wie es in Abbildung 1.2.6 dargestellt ist:
Abb. 1.2.6 Ein HTML-Dokument mit WORD 97 erstellt
Das, was Sie in der Abbildung 1.2.6 sehen, können Sie ins Internet stellen. Und wenn Sie HTML können, dann können Sie dieses Dokument im Quelltext nachbearbeiten (editieren). Wenn Sie Abbildung 1.2.6 etwas intensiver auf sich wirken lassen und sich vorstellen, ein solches Fenster wäre geöffnet, dann bräuchten Sie nur auf die rechte Maustaste zu klicken und aus dem Kontextmenü den Posten Quelltext anzeigen anklicken und folgende Hyroglyphen täten sich vor Ihren Augen auf (siehe Abbildung 1.2.7).
Es öffnet sich der Editor und Sie sehen im Halbbildmodus Ihren Text mit den HTML-Befehlen, die in eckigen Klammern (Tags) geschrieben sind. In diesen Tags werden alle Befehle geschrieben, die die Konvertierung und Formatierung des Textes als Internetseite betreffen. Darüberhinaus lassen sich Funktionen in Tags schreiben, wie z. B. Links zu anderen Seiten Ihres Internetauftrittes oder zu anderen Seiten im Internet. In HTML lassen sich auch andere Programmiercodes (Scripte) wie z. B. Java, Flash oder CGI-Scripte einbetten. All das läßt sich mit dem Editor nachbearbeiten und auf Fehler untersuchen, sofern man die dazugehörigen "Programmiersprache" beherrscht.
Abb. 1.2.7 Quelltext einer HTML-Seite anzeigen
Zum Schluß dieses Exkurses sind jetzt ein paar Aufgaben zu lösen. Diese Aufgaben werden in ähnlicher Form an Ihre Prüfung gestellt werden, um das bisherige Können in der Theorie, wie auch in der Praxis auf die Probe zu stellen:
Linksbündig Zentriert Rechtsbündig Blocksatz
Praxistest: Entwerfen Sie innerhalb von 90 Minuten eine fehlerfreie Bewerbung an das Consulting-Büro Heimlich, Still und Leise GmbH, z. H. Herrn Heimlich, Unter den Linden 1 in 10000 Berlin zum Anwendungsentwickler mit einem dateiextern erstellten Lebenslauf, dessen Veränderungen sich auf all Ihre weiteren Bewerbungsdateien auswirken sollen. Nennen Sie die Datei für Ihren Lebenslauf Vita, die Datei für die Bewerbungen Apply und den Ordner Examen.
Abb. 1.2.8 Bearbeiten und Suchen lassen
Wenn Sie im Menü Bearbeiten nicht gleich erkennen, dass dieser schwarze "Klecks" bei Suchen... ein Feldstecher sein soll, dann setzen Sie bitte ein Opernglas auf. Einmal angeklickt und es öffnet sich ein Dialogfenster, so wie Sie es unter Abbildung 1.2.8 sehen. Suchen bedeutet hier keinesfalls eine externe Suche nach verlorenengegangenem oder verlorengeglaubten Dateien oder Informationen, sondern erfüllt einen ganz anderen Zweck. Geben Sie in das Feld unter Suchen nach: einen Begriff ein, den Sie in Ihrer Datei vermuten, so ist das ähnlich dem Förster oder Jäger, der in seinem Waldstück Wild vermutet und vom Hochsitz aus mit dem Feldstecher den Horizont und das Unterholz absucht. Genauso sitzen Sie auf Ihrem Bürosesselhochsitz, klicken den Feldstecher an und suchen im Dickicht Ihrer Worte und Buchstaben nach dem Begriff, den Sie in Ihrem Dokument vermuten.
Sollte dieser Begriff sich wie ein junges Reh im Dschungel Ihrer Ausdrücke finden, dann wird jener schwarz unterlegt werden. Diese "schwarze Unterlage" kennen Sie auch als Markierung. Das Dialogfenster wartet allerdings noch darauf, dass Sie Ihren Erfolg als Klickdialog auch kundtun. Selbiges erwartet dieses Dialogfenster auch dann von Ihnen, wenn der gewünschte Begriff nicht gefunden worden ist. Ganz Clevere ignorieren das Dialogfenster nach erfolgreicher Suche des gewünschten Begriffs, indem sie einfach auf die Titelleiste des Programmfensters klicken. Das Dialogfenster bleibt für weitere Suchen geöffnet, verlangt aber jetzt kein Betätigen der unter Punkt 1, Punkt 2 oder Punkt 3 gezeigten Tasten in Abbildung 1.2.8. Unter Punkt 1 verbirgt sich das Weitersuchen, was soviel bedeutet, wie die Suche fortsetzen, da es ja vorkommt, dass sich Ihr gewünschter Begriff ggf. mehrfach im Text wiederfindet...genauso, wie die Rehlein im Walde. Punkt 2 anzuklicken erzielt den selben Effekt, als würden Sie in diesem Dialogfenster die Schaltfläche mit dem schwarzen Andreaskreuz (Schließen) anklicken.
Punkt 3 ist eine sogenannte personalisierte bzw. intelligente Menütaste (vgl. Sie bitte in Ihrem Lehrbuch dazu die Seite 15). Das Dialogenster wird größer und sieht so aus, wie Sie es in Abbildung 1.2.9 vorfinden. Hier werden Ihnen erweiterte Möglichkeiten des Suchens angeboten. Klickt man die Schaltfläche Erweitert an, dann wird das Dialogfenster Suchen um gut die Hälfte größer (vgl. Abbildung 1.2.8 mit Abbildung 1.2.9). Skizzenpunkt 1 erlaubt Ihnen die Suche im Schleifenmodus. Angenommen Ihr Cursor blinkt auf Seite 167 und Ihr gesamtes Dokument besteht aus 354 Seiten. Das Wort, das Sie suchen steht aber ausschließlich auf Seite 7. Würden Sie die Einstellung nicht verändern und Gesamt im Drop-Down-Menü stehenlassen, dann würde WORD bis ans Ende des Dokumentes suchen und nichts finden, sondern mit der Meldung leuchten, "Der Suchvorgang innerhalb des Dokuments ist abgeschlossen. Das gesuchte Element konnte nicht gefunden werden.". Wenn Sie dann mit ok bestätigen, stoppt WORD die Suche. Ändern Sie aber die Suchrichtung Aufwärts, weil Sie wissen, dass Ihr gewünschtes Wort eher am Anfang als am Ende des Dokumentes zu finden ist, dann sucht WORD bis zum Anfang Ihres Dokumentes und fragt, ob die Suche fortgesetzt werden soll folgendermaßen: "Der Anfang des Dokuments wurde erreicht. Soll der Suchvorgang am Ende fortgesetzt werden?" Dann haben Sie die Qual der Wahl zwischen Ja und Nein. "Nein" dürfen Sie sagen, wenn Sie sicher sind, dass eine Suche vom Ende bis zu der Stelle an der Ihr Cursor plaziert ist, nicht lohnt. "Ja" sollten Sie sagen, wenn Sie sich sicher sind, dass Ihr Begriff doch noch zu finden ist. Sollte WORD nicht findig sein, Sie aber dafür um so sicherer, dass Sie dieses Wort benutzt haben, dann sollten Sie WORD nach ganzen Worten suchen lassen und dabei Groß- und Kleinschreibung beachten, dann klicken Sie entsprechend wie auf Skizzenpunkt 6 und 7 in Abbildung 1.2.9 zu sehen ist. Auch wenn diese Suche erfolglos bleibt, dann haben Sie das zu suchende Wort vielleicht geschrieben, aber vielleicht falsch. Denken Sie immer daran, WORD ist nur eine Maschine, das Mitdenken mit allen Facetten nimmt Ihnen bisheute noch kein Programm dieser Welt ab!
Skizzenpunkt 8 in Abbildung 1.2.9 bietet Ihnen einen Mustervergleich an. Wenn Sie das abhaken, dann müssen Sie sich nur noch für einen Mustervergleich zwischen Skizzenpunkt 3 und 4 entscheiden. Es öffnet sich dann ein Menü, wie in Abbildung 1.2.10 bzw. Abbildung 1.2.11 zu sehen.
Abb. 1.2.9 erweiterte Auswahl, erweiterter Modus des Dialogfensters Suchen...
Abb. 1.2.10 Mustervergleich Format
Abb. 1.2.11 Mustervergleich Sonstiges
Experimentieren Sie bitte an Ihren PCs mit den einzelnen Punkten, die Ihnen in Abbildung 1.2.10 und Abbildung 1.2.11 präsentiert worden sind. Notieren Sie bitte a priori auf dieser Seite die Vermutungen, die Ihrem Experiment vorangehen. Während des anschließenden Praxisunterrichtes notieren Sie dann – also a posteriori – Ihre Erkenntnisse, die Sie aus Ihren Experimenten mit dem Mustervergleich gewonnen haben. Lernen Sie bitte mithilfe Ihres Lehrbuches auf Seite 59 bis 62 (sollten Sie über die Ausgabe WORD 97 des Herdt-Verlages verfügen, dann schlagen Sie bitte im Stichwortverzeichnis am Schluß des Buches den Begriff Absatzformatierung nach):
Vermutungen (a priori):
Erkenntnisse (a posteriori):
Abb. 1.2.12 Gehe zu...
Der Name verrät schon, was in Abbildung 1.2.12 gemeint ist, wenn man Gehe zu... im Menü Bearbeiten anklickt. Dort können Sie ganz nach Ihren Wünschen seiten-, abschnitt-, zeilen-, textmarken-, kommentar-, fußnoten-, endnoten-, feld-, tabellen-, grafik-, formel- und objektweise springen. Selbstverständlich lohnt es nicht, seitenweise zu springen, wenn Ihr Dokument sowieso nur aus einer handvoll Seiten besteht. Dass Sie die anderen Punkte nur angehen können, wenn Sie die ebengenannten Elemente im Dokument haben, spricht für sich selbst.
Klären Sie bitte auf dieser verbleibenden Seite die Textelemente mit eigenen Worten:
Seite:
Abschnitt:
Zeile:
Textmarke:
Kommentar:
Fußnote:
Endnote:
Feld:
Tabelle:
Formel:
Objekt:
Überschrift:
Und? Ist Ihnen was eingefallen? Wie bitte? Sie können gerade mal erklären, was eine Seite ist? Abschnitt und Zeile leuchtet auch noch ein? Doch der Rest sind böhmische Dörfer? Keine Panik! Wir lernen noch!
Das Prinzip des Verknüpfens haben wir schon unter Bearbeiten Inhalte einfügen... verknüpfen kennen- und schätzen gelernt. Sie können ganze Dateien verknüpfen und alles wird, was von Ihnen im Original geändert wird, verändert sich auch in den Verknüpfungen.
Der letzte Punkt im Kapitel 1.2 heißt Objekt. Dieser Posten wird nur aktiv, wenn bereits ein oder mehrere Objekte (Bilder, Grafiken, Bitmaps, Tabellenblätter aus Excel – eingebettet in WORD – oder Präsentationen alá PowerPoint) in Ihrem Dokument enthalten sind. Klicken Sie dazu Ihr eingebettetes Objekt und öffnen den Menüpunkt Bearbeiten, dann heißt der Untermenüpunkt nicht einfach nur Objekt, sondern ist konkreter. Ist Ihr Objekt ein Bitmap, dann heißt der Menüpunkt Bitmap-Objekt. Diese können Sie (nach-)bearbeiten (Skizzenpunkt 1 in Abbildung 1.2.13) oder umwandeln (Skizzenpunkt 2 in Abbildung 1.2.13).
Abb. 1.2.13 Bitmap-Objekt Bearbeiten und Umwandeln
Wenn Sie Bearbeiten wählen (siehe Abbildung 1.2.13), ist der selbe Weg nach RoM getan, als hätten Sie einen Doppelklick auf Ihr eingebettetes Objekt getan. Dann öffnet sich das dazugehörige Programm mit dem Sie Ihr Objekt erstellt haben und zwar nicht im Vollbild- oder Halbbildfenstermodus, sondern eingebettet im WORD-Programm.
Wenn Sie Skizzenpunkt 2 in Abbildung 1.2.13 umwandeln... wählen, dann öffnet sich folgendes Dialogfenster (siehe Abbildung 1.2.14).
Abb. 1.2.14 umwandeln...
Konvertieren zu heißt umwandeln in. Sie sehen, nichts geht ohne Fremdworte. Und weil Skizzenpunkt 1 in Abbildung 1.2.14 bereits voreingestellt ist, ermöglicht es Ihnen, Ihr Objekt eingebettet in WORD zu bearbeiten, ohne dass sich das auf das Original auswirkt. Klicken Sie aktivieren als dann können Sie Ihr Objekt im Original gleich mitverändern. Da das aber in aller Regel nicht gewünscht ist; in der Praxis werden Sie schon merken, warum dem so ist, wird die Änderung nur umgewandelt im entsprechenden Programm in dem Ihr Objekt eingebettet ist, wenn Konvertieren zu eingestellt ist. In unserem Falle in WORD.