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Willkommen im Kindergarten des SAUERLANDES
Übersicht
Plädoyer für Freien Grundschulunterricht
UmfrageSeifenkistenrennen |
"...es ist nur so, dass Kinder einen die Vorstellung von der Zeit
vermitteln." John Irvings Wilde Geschichten eines
Wassertrinkers
(weitere Zitate gibt´s hier!)
Seit einigen Jahren veranstaltet der Heimatbund und Kulturverein in unseren Dorf einmal im Jahr ein Seifenkistenrennen, welches zu einem Volksfest ausartet. Es gibt Bier, Bratwürste, Musik und Tanz. Väter werden zu Rennstallbesitzern und Kinder werden zu Piloten. Die Boliden stehen aufgereiht in der Boxengasse und werden einer technischen Abnahme unterzogen, da sie keinen Antrieb haben dürfen. Das Rennen wird auf einer von der Polizei gesperrten abschüssigen Straße von einem Anhänger mit Rampe gestartet. Es geht darum, sauber Hindernisse zu umfahren, um danach so weit wie möglich auszurollen. Jeder Teilnehmer hat zwei Versuche und die gemessenen Weiten werden addiert. Die ersten drei werden mit einem Pokal geehrt. Ein weiteres Kriterium ist Originalität und Phantasie, welches eine Extrawertung darstellt. Dafür wird ein "Schönheitspokal" vergeben. Nach dem wir Zuschauer waren und unserer größter Sohn völlig begeistert zuschaute, beschlossen wir im folgenden Jahr am Seifenkistenrennen auch teilzunehmen. Zuerst bauten wir eine Seifenkiste bei dem Material in Wert von mehreren hundert D-Mark verbaut wurde. Unter anderem 4 Schubkarrenräder, die noch eine Überraschung für uns parat hielten. Nach mehreren Wochen Bauzeit war es endlich soweit. Der Tag des Rennens war gekommen, als besondere Überraschung hielt meine Frau noch eine lederne Rennfahrerkappe mit Fliegerbrille bereit. Alles war perfekt und es ging zum ersten Testlauf. Wie sich herauskristallisierte waren die Seifenkisten mit Fahrradrädern wegen ihrer geringen Reibung im Vorteil. Kurz vorm Rennen erhöhte ich den Luftdruck, um den Reibungswiderstand zu verringern. Es half zwar, aber durch den hohen Luftdruck und der Hitze an diesem Tag, sprangen die schlauchlosen Reifen von den Felgen, was auch noch zu allen Übel zwischen den Läufen geschah. Nach kurzer Reparatur ging es dann jedoch weiter. Trotzallem waren wir den Fahrradrädern unterlegen und belegten nur den neunten Platz von zwanzig Teilnehmern. Ein Mädchen belegte die Pole-Position, was meinen Sohn sehr verärgert hat. Bei der Wertung der schönsten Seifenkisten hat sich die Mühe bezahlt gemacht und wir gewannen den ersten Platz. Die blitzenden Augen und die stolz geschwollene Brust meines Sohnes waren Entschädigung für alle Mühen und Kosten. Der "Sieg" wurde gefeiert und als krönenden Abschluß fuhren wir der Polizei auf den Heimweg hinterher. Das war eines der wenigen perfekten Tage, die man in seinem Leben hat. Zum Fröhlichen ZDF-Wagenburger Peter Lustig -- ein Artikel von Dorotheé Deppner -- Wieviel Anstrengung das moderne Leben mit sich
bringt zeigt sich bei hyperaktiven Kindern besonders deutlich. Sie leiden an der Folge einer
Stoffwechselstörung im Frontalhirn, das für Aufmerksamkeit und Konzentration
verantwortlich ist. Hyperaktive Kinder gelten nicht nur als schwer erziehbar, sondern
haben vielmehr unter einem konkreten Krankheitsbild schwer zu tragen. PET (Positron Emissionstomographie) beweist
Funktionsstörungen von Neurotransmittern (Überträgerstoffe an den Schaltstellen
der Hirnzellen) wie Dopamin, Serotonin und Noradrenalin. Die Folge sind 1.
Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen 2. Störungen der Wahrnehmung
und Informationsverarbeitung 3. Störungen der
Gedächnisbildung Ein weiteres Symptom - das bei
weitem nicht bei allen Betroffenen auftritt - wird unter dem klinischen
Fachbegriff motorische Hyperaktivität (eine gewisse Erregbarkeit und Impulsivität) behandelt.
Das macht eine Diagnose sehr schwierig, nicht immer bestätigt ein
computergesteuerter Konzentrationstest die vorangehenden neurologischen
Untersuchungen! Diagnosen in diese Richtung setzen einen verantwortungsvollen
Arzt voraus. In den USA werden zur Zeit viermillionen Kinder
wegen der Aufmerksamkeitsstörung (ADS) behandelt. Der Studie zufolge wurden 5 bis 14 Prozent als
verhaltensauffällig eingestuft, wobei Jungen im übrigen fünf- bis neunmal
häufiger von ADS betroffen sind als Mädchen. Im Hinblick auf die
Therapierfähigkeit durch Medikamente macht die hohe Zahl der Betroffenen
nachdenklich; nicht jedes Kind und nicht jeder Jugendlicher muß durch
hochwirksame Stimulanzien in einen Rahmen gepreßt werden, der scheinbar eher
der Umgebung als den Heranwachsenden passt. Die positiven Seiten des Medikamentes Ritalin sind nicht von
der Hand zu weisen, gilt dieses doch als umstritten, wegen des Wirkstoffes
Amphetamin, das stimulierend wirkt. Liest es sich doch paradox, eine Stimulanz
einem hyperaktiven Kind zu verabreichen, so ist die Wirkung nicht in einer
übersteigerten Form der Hyperaktivität also der Suprahyperaktivität zu suchen, sondern zeigt sich durch konzentrierte Kinder,
die ohne Ablenkungen ihren Hobbys nachgehen, ihre schulischen Leistungen
verbessern und ohne große emotionale Ausfälle ihre Umgebung wahrnehmen können;
eine große Erleichterung für die Betroffenen, ihre körperlichen und geistigen
Ressourcen nicht länger mit ziellosen Aktivitäten zu verschwenden. Nach diesen Positiveffekt sollen die
unangenehmen Nebenwirkungen nicht unausgesprochen bleiben. Die langwierige
Forschung unerwünschter Nebeneffekte verlangt eindeutig Pausen in der
Verabreichung, die von den Betroffenen oft nicht eingehalten werden, weil Hyperaktivität nach
Darreichung als gelindert und dadurch das Leben als erheblich erleichtert
empfunden wird. Eine tatsächliche Heilung ist durch die Einnahme von
Amphetaminen dennoch nicht erkennbar, weil die akuten Nebenwirkungen, wie
Appetitlosigkeit und Schlaflosigkeit noch zu gravierend sind. Professor Ari Rothenberger von der Universität in
Göttingen fordert daher nicht ohne Grund eine zusätzliche Verhaltenstherapie,
die im eigentlichen Sinne die Eltern betrifft, denn ohne eine entsprechende
Schulung sind sowohl Eltern als auch Lehrer im Umgang mit dem schwierigen und
anstrengendem Verhalten ihrer Schützlinge total überfordert. Es stellt sich trotzdem die Frage, ob wir
unserem Nachwuchs von Kleinkindalter an schwerwirkende Medikamente
verabreichen, auch wenn sie nachweislich gute Resultate vorzeigen oder ob, wie Professor David Cohen von der Universität in Miami seine Einstellung vertritt, ein Verzicht auf das
Medikament ein Verzicht auf Doping gleichkommt. Ist diese Krankheit tatsächlich nur mit einem
gesunden, sozialen Umfeld, einer guten Ernährung und einer frühen
Kindergartenintegration zu bekämpfen? Wie weit kann Hyperactivity einen gesunden
Organismus schädigen? Die genauen Ursachen der Erkrankung sind noch
weitestgehend unbekannt, einerseits kommen aufgrund der Häufigkeit in Familien
und unter Geschwistern genetische Faktoren in Frage, andererseits ist der
Gehirnstoffwechsel so empfindlich, dass die äußeren Einflüsse nicht außeracht
gelassen werden dürfen. In einem etwas weitläufigerem Zusammenhang
steht eine Ernährungsumstellung nach dem amerikanischen
Kinderarzt Dr. Benjamin Feingold ("Why your child is hyperaktive", Random House, New
York 1974), der einen Zusammenhang
zwischen natürlichen Salicylaten bzw. synthetischen Aroma- und Farbstoffen
und der Hyperaktivität bewiesen hat. Auffällig sind Unruhezustände bei hyperaktiven Nahrungsmittelallergikern, die gesondert behandelt werden müssen. Es geht auch ohne Ritalin und Stratera Das grundlegende Motiv im Umgang mit ADHS betroffenen Kindern dürfte lauten: weniger Grenzen setzen aber diese konsequent einhalten. Der renommierte Wissenschaftler und Hirnforscher Prof. Dr. Gerald Hüther hat sich in der Pharmalobby viele Feinde gemacht, weil er versucht Kindern mit ADHS anders zu helfen als mit Tabletten. Er hat ein Projekt initiiert, wo Kinder auf einer Alm lernen sollen mit sich und ihrer Umwelt besser klar zu kommen. Da ist natürlich unter den Kindern Streit vorprogrammiert. Hüther meint dazu: "Wenn sie jetzt Medikamente haben, dann hätte der Streit nicht stattgefunden, aber dann hätte die damit verbundene Lernerfahrung erst recht nicht stattfinden können. Um den Kindern wirklich helfen zu können, muss man sie mal wirklich rausnehmen aus dem bisherigen System und ihnen einen ganz neuen Erfahrungsraum bieten. Und das müsste ein Erfahrungsraum sein, in dem sie sich selbst als jemanden erleben, der etwas bewirken kann. Das ist das Entscheidende. Und dann heißt die banale neurobiologische Idee dahinter: dann müssten auch diese Netzwerke im Frontalhirn in der präfrontalen Rinde nachreifen. ADHS Kinder sind eigentlich die Kinder die wir uns für die Zukunft dieser Gesellschaft wünschen können. Es sind Kinder, die sich nicht funktionalisieren lassen, also man nennt das schwer erziehbar. Es sind im Grunde genommen Kinder, die man nicht verbiegen kann. Man kann sie aber ermutigen und inspirieren. Das Ziel kann nicht sein, dass wir die Kinder ermutigen, die Systeme einzurennen. Wir wollen die Kinder so stark machen, dass sie erstens Selbstvertrauen gewinnen, dass sie merken: ich kann was und zweitens dass sie auch merken: ich bin für eine Gemeinschaft bedeutsam und diese Menschen in ihrer Gemeinschaft sind auch für mich bedeutsam." (Nachtrag von Jürgen Arndt nach einem gesendeten Beitrag 37° mit dem Titel "Wo die starken Kerle wohnen")
"Die Krankheit Progeria (frühes Altern) ist
extrem selten. Nach Expertenschätzung tritt dieser Gen-Defekt statistisch
einmal bei zehn Millionen Geburten auf. Die genaue Ursache der Mutation ist
weitgehend unbekannt. In den meisten Fällen kommen die Kinder scheinbar gesund
zur Welt (...) Heilung gibt es nicht, lediglich Linderung durch Kapseln und
Tabletten gegen Arthrose und Bluthochdruck. Betroffene Eltern haben 1997 den Verein "Progeria Family
Circle" gegründet. Neben
Erfahrungsaustausch will der Verein Freizeitveranstaltungen für
die Greisen-Kinder organisieren, benötigt dafür aber
Sponsoren.
-- ein fortlaufendes Essay von Jürgen Arndt -- Kinder sollten den vollen Respekt verdienen, der ihnen
ihres Alters entsprechend gebührt. Denn Kinder testen am besten. Gerade
Schulkinder. Wenn wir (als Erwachsene oder präziser formuliert als
Adoleszensen) Kinder in den ersten Lebensjahren mit skurilen Geschichten
(Märchen) unsere noch skurilere Welt versuchen
mittels Lebkuchenhäusern in Buchenwäldern, abgeschnittenen Daumen im Drei- bis
Viervierteltakt und umgekippten Suppenschüsseln auf zu groß geratenen Küchentischen
zu erklären, sollten wir spätestens dann, wenn wir unsere Kinder
mit der Realität des Alltags in der Schule konfrontieren, endgültig davon Abstand
nehmen, auch noch von Erziehung sprechen zu
wollen. Gerade in der Schulzeit muß den Kindern jede Chance zur freien Entwicklung geboten werden können.
Erinnert sei an das in den Achtziger Jahren populäre Album der Rockgruppe Pink
Floyd 'The Wall', in dem betont wird, dass Schulkinder sich nicht gerade
nach unserer Art von Erziehung und Gedankenkontrolle
sehnen ("we don't need no Education! We don't need no
ThoughtsControl!").
Die Zeit der Dönekes und skurilen
Märchen ist vorbei. Es sind die Vorschul- und später die Schulkinder, dessen
Hunger auf wirklichkeitsnahe Information nicht gestillt werden kann,
weil wir uns als Erwachsene einfach nicht mehr in der Lage sehen, solche
Informationen mit unseren Kinder zusammen auszuwerten - mangels eigenem
Unverständnis und Unvermögen. Doch lebensjunge und
-hungrige Menschen sehen die Welt mit anderen Augen als wir, die
abgeklärten Adoleszensen, die wir zwischen Arbeit und Vergnügen leben, wobei
wir unser Denken und Tun stets stärker aufs Morgen und Übermorgen richten und
uns dabei weniger dem Hier und Jetzt widmen, ohne zu merken, wie gerade wir stets nur älter Werdende im Hic et
Nunce verhaftet sind. Das merken wir häufig erst dann, wenn wir in eine
Krise geraten, die Kinder weniger schwer nehmen als Erwachsene (z. B.
Krankheit, Unfall, und dergleichen).
Vielmehr zeigt sich meiner Ansicht nach eine Schwäche aller Erwachsenen, die sich heutzutage nicht trauen, Kinder Kinder zu nennen. Denn schließlich drückt sich in diesem Wort Verantwortung aus. Hingabe. Zeit. Geduld. Versorgung. All das was Kinder so sehr benötigen. Um das nicht durch ein einziges Wort betonen zu müssen, vermeiden solche Leute dieses Wort und sprechen von Kid. Im Zeitalter der Variablen, der Auswahl, liegt dem Ausdruck Kid das Kit auch viel näher. Ein Kit ist die amerikanische Bezeichnung eines Bausatzes oder eines Baukastens. Ein Tool-Kit beispielsweise ist ein Werkzeugkasten. Vielleicht würden einige unsere Kids lieber in Kits wissen, als schmerzhaft einsehen zu müssen, dass Kinder nicht nur niedlich sind und sich mit ihnen (vorausgesetzt es sind nicht zu viele) herrlich ein Status Quo etablieren läßt, sondern im Zeitalter der immer schneller alternden Moden und Informationen Kinder die Erwachsenen stärker fordern als das früher üblich gewesen war. Denn schließlich ist es ja schon fast gefährlich, Kinder mit sich selbst beschäftigen zu lassen.
1.1 Ursache im Generationenkonflikt
Ursachen im Konflikt zwischen Jüngeren und Älteren sind schnell ausgemacht. Da geht es um Medienkompetenz, ausgemacht im Dickicht der Neuen Medien als erster Platzhirsch und somit im Visier der pädagogischen Großwildjäger. Die Frage stellt sich berechtigt, ob und in welchem Maß Medien von Heranwachsenden bedenkenlos konsumiert werden, einerseits. Allerdings stellt sich andererseits auch die Frage, welche Medien unbedenklich Jugendlichen angeboten werden darf. Vorweg: unbedenklichen Medienkonsum gibt’s eigentlich gar nicht. Angefangen von den Teletubbies bis zu World of Warcraft gibt’s immer etwas Bedenkliches. Beim Einen mehr – beim Anderen weniger. 1.1.1 Missverständnisse der Popkultur...
geplante Fortsetzung: 11.05.2009 Die Publikation "Entwicklung statt Erziehung" zum Thema Begabungsförderung Heranwachsender im Internet (BHI) als kostenlose pdf-Datei herunterladen... Ihre Meinung ist gefragt Schreiben Sie hier Ihre Meinung zum Generationenkonflikt mit dem Thema "Entwicklung statt Erziehung" Login um die Einträge anderer User zu lesen Umgehend Passwort anfordern
Schulspeisung
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Konto für Verpflegung von Schülerinnen und Schülern in Polen!
Zitat des Tages:
ein rasanter Sportbericht von unserem Außenreporter
Wenn Kinder ver(g)reisen
Entwicklung statt Erziehung

I. Pädagogische Echtzeitprobleme zwischen den
Generationen
BRAUCHEN KINDER ERZIEHUNG?
Kids aus dem Tool-Kit?
Seien wir doch ehrlich: Unser Umgang mit Kindern ist nicht gerade respektable oder? Werfen wir einen Blick auf das Unterhaltungsmedium Fernsehen. Gerade das Privatfernsehn pflegt eine flätige Sprache, wenn es um unsere Kinder geht. PRO7 und RTL sprechen immer nur von Kids. Wäre ich Programmdirektor, ich verböte mir einen solchen Ton. Kid ist eine Beleidigung. Keine Verniedlichung. Mag es sich hip anhören, von Kids als von Kindern zu sprechen, so läßt sich das nicht mit einer zunehmend globalisierten, anglisierten Welt entschuldigen. Denn auf Englisch heißen Kinder schließlich auch nicht Kids, sondern Children. Dem pöbelhaften Amerikanismus ist diese Ausdrucksweise auch nicht entnommen. Auf dem amerikanischen Kontinent ist auch eher von children die Rede als von Kids. Kid ist ein Schimpfwort. Ein Beiname. Man denke an Billy the Kid. Ein Kid ist ein erwachsengewordenes Rotzblag. Und sind unsere Kids etwa so? Oder wollen wir sie gar so?