
* Hommage an einen Schachspieler

* HaßLiebe -- G
* HerzensAngel(a)gelegenheiten
* Ein Punk im PLUS, zwei Punk...
* Das Haus im Magischen Zirkel
* Zustände wie aufm Schlachthof
* Die ästethische Rache des Jürgen A.
* Geburtstagserzählung für Martin R. aus D.
* Der Schriftsteller - Eine Analyse
* It's no Fan, it's a Hooligan
* Der Killerinstinkt
* Die Frau zum Herr
* LiebesKillerInstinkt
* Ros(t)ige Zukunft
* Ein Festmahl
* Ein Versuch: Der Brigitte-Preis - oder Bettina von Arnim für Arme
* Go Off - Get Inn, Too oder wie ABRUPT eine Reise endet
* Bitte nicht eintreten!
* Denke ich an Deutschland by nackt
* Denke ich ans Sauerland by day and night
* IMMER MAL HINEIN, ONKEL OTTO!
WIE IMPONIERT MANN EINER FRAU

respektiere sie,
begehre sie,
verhätschelt sie,
küß' sie, versorg' sie,
lieb' sie, besorg's ihr,
neck' sie,
mach' es ihr gemütlich,
beschütze sie,
drück' sie,
halt' sie,
gib Geld für sie aus,
gib ihr Wein, Käse und Brot,
kauf' ihr Klamotten,
hör' ihr zu,
paß auf sie auf,
steh' ihr zur Seite,
unterstütze sie,
halt' sie,
geh' für sie auch ans andere Ende der Welt.
Wie
beeindruckt Frau einen Mann
Nackt herumlaufen.
Essen machen.
Gut & Böse
Denn das eine käme ohne das andere nicht aus. Denn gäbe es kein gut, so gäbe es kein böse.
Wären alle gut, so wären keine böse. Und wenn alle böse wären, so wäre niemand gut. Das eine wäre ohne das andere Nichts. Und wo wir das suchen sollen, das wissen wir (noch) nicht.
Alles wäre gut, wenn keiner böse wär‘?
Haben Engel wirklich langes Haar und Teufel kurzes?
Oder haben Teufel lange Haare und Engel kurze?
Sind Engel blondhaarig und Teufel schwarzbehaart?
Oder sind Teufel dunkelhaarig und Engel weißbehaart?
Haben Engel Locken und Teufel Strähnen?
Sind Teufel lockig und Engel strähnig?
Siehe auf die Menschen!
Wie sie sind.
Wie sie sich geben.
Was sie zeigen.
Was sie tun.
Wann sie nehmen und wann sie geben.
Ob sie fragen.
Ob sie antworten.
Wenn sie tanzen.
Wenn sie schauen.
Wenn sie essen.
Wenn sie trinken.
Was sie sehen.
Ob sie träumen.
Was sie sein.
Was sie haben.
Lassen sie sein?
Oder wollen sie haben?
Frage oder antworte doch selbst!
SommerSchnee in meinem H E R Z E N !
©2001 by Kosake
Ich will mich nicht zu Zeilen zwingen
Will mich nicht verkrampfen
Will nach Luft nicht ringen
Müssen
Nur
Um ein Lied zu singen
Im Zeitrausch dazu tanzen
Und doch stockt der Stift
Zwei Takte vor und vier zurück
Macht sechs im Ganzen
Viele Leute und der Ruck im Lift
Allen stockt der Atem
Ein Seufzen und es geht weiter
Der Wetterfrosch sagt:
"Und Morgen wird es heiter
meine Damen und Herren.
Da gibt's noch was
Und das kommt von oben
Ich will mich ja nicht selber loben
Aber da komm ich g'rade weg
Sozusagen als GASTRONAUT
Denn von dort, das weiss ich genau
Sieht es als Astronaut jede Sau
Ob auf Mann oder Frau
Ob Kind, ob Greis, ob Kegel
Auch ohne Computer DOS und MacIntosh
Dazu bedarf es nicht mir: Ihr'm Wetterfrosch
Regen fällt
Oder Sommerschnee
Und Wintersonne
Niedergeht
Die Sonne steigt
Ein Sternchen leuchtet..."
War mir klar!
Ist doch so!
Dass du die große Weise bist
auf die sie hör’n
War mir doch klar!
Du bist so drauf
und erzählst mir so gern
von Haschauflauf
Du bist ein Leser...
War mir klar!
Ist doch so!
Dass du fünfzehnhundert Bücher hast!
Werd damit froh!
War mir doch klar!
Du bist so drauf!
Hast nen Schrank voll CD’s
Und LP’s zu hauf
Sprichst von Literatur und Musik
Doch über dich sprichst du nicht
Sagst: "...die Band eben war geil, eh!"
"Ach kennste Hesses Nebelgedicht?"
Du, der Kulturfreak...
War mir doch klar!
Ganz, ganz klar!
Dass das Buch zum Film
tausendmal besser war!
War mir doch klar!
Du bist so drauf!
Hörst irische Musik
und afrikanische auch!
Fliegst total auf Burundi Black
Auf Mickey Rourke fährst du ab!
Sagst: "Neuneinhalb Wochen und Barfly!
Kein‘ Film, den ich nicht gesehen hab!"
Du kennst die Szenen...
War mir doch klar!
Ist doch so!
Dass du Calsen-Comix hast
Poster von Gaston aufm Klo
War mir doch klar!
Du bist so drauf!
Sammelst gern Franquin und Édika
Moers, Brösel
Beschreibst Gestalten und Szenen
Doch dich selbst beschreibst du nie
Sagst: "Alle zieh’n ihr’n Film durch!"
Entweder jetzt oder nie...
...Mals im Geschehen
Der Baum wird mit einer Plakette versehen und Angehörige können dann bei einem Friedwaldspaziergang ihres Verstorbenen gedenken. Der Wald bleibt im übrigen im Grundbesitz der Gemeinde oder des Landes. Dieser garantiert - und profitiert - von dem Versprechen, einen registrierten Baum nicht zu fällen. Die Idee stammt aus der Schweiz - mittlerweile sind solche Bestattungen auch in Deutschland möglich. Endlich ist es auch in unserem Lande soweit, dass der Gesetzgeber seine Zügel lockert und Alternativen zum gängigen Begräbnis erlaubt.
Somit wird den veränderten Zeiten Tribut gezollt. Denn die neuen Generationen unterscheiden sich von ihren Vorfahren besonders durch ihren individuellen Lebensstil: Da wir in diesen Lebzeiten zu spüren bekommen, wie weit sich unsere Zivilisation vom Einklang mit der Natur im täglichen Leben entfernt hat und wir nach Erholung deshalb die Natur suchen, kehrt auch ein anderes Bewusstsein von den Vorstellungen des Lebens nach dem Tod in unseren Glauben ein. Viele wenden sich von den Riten der herrschenden Kirchen ab und erleben eine neue Form ihrer eigenen Spiritualität allein durch die Nähe der Natur.
Als Symbol der intakten Natur steht der Baum. Der Anblick eines Baumes beruhigt, schenkt uns Kraft und läßt uns hoffen auf ein Leben voller Ruhe, Länge und Energie. Die wenigsten von uns - selbst die Betroffenen und dem Tode Nahestehenden - besuchen den Friedhof, um bereits nach einer geeigneten Liegefläche der Ewigkeit Ausschau zu halten. Anders ist das allerdings für Betroffene - und es betrifft jeden von uns - wenn uns die Möglichkeit eröffnet wird, unseren Platz zu suchen, ohne dass der Gedanke ans Ableben sich uns aufdrängt.
Also ist es mittlerweile in vier Wäldern verstreut in Deutschland möglich, einen Spaziergang zu machen, der nicht im entferntesten an einen Friedhof erinnert, obwohl er ein solcher ist. Allerdings ist in einem solchen Zusammenhang der Friede ein passendes Wortsymbol, der Hof jedoch würde der Idee zuwider laufen. Denn es ist kein Hof - es ist ein Wald. Ein Wald mit naturgewachsenen Bäumen, die mit unauffälligen Markierungen geschmückt sind und den wissenden Waldbesuchern symbolisieren, dass er als Wächter des ewigen Friedens noch zu haben ist. Bäume, die bereits von Bio-Urnenbestattungen an ihren Wurzeln belegt worden sind, tragen kleine, unauffällige Metallschilder, die erst bei näherem Hinsehen sich als Familien- oder Freundschaftsbäume auszeichnen. Denn zum Fusse eines Baumes darf sowohl eine ganze Familie gelassen werden, als auch Freunde, die beschliessen, sich an einem solchen Baum auch im Jenseits nahe bleiben zu wollen.
Nähere Informationen zum Thema Baumbestattung erfahren Sie hier!
Eine Woche zum Leben! Mir wurde bewußt, wie kurz das Leben doch sein kann, als ich in einem anderen kleinen Artikel selbiger Ausgabe feststellen durfte, dass ein menschliches Leben nicht immer sein Preis wert ist. Nehme ich diesen Zusteller aus Dortmund. Ahnungslos liefert er ein Paket im Wert von achttausend D-Mark aus und wird vom Empfänger dieser Sendung brutalsten totgeschlagen. Der Preis des Lebens eines Zustellers mißt sich in dem Moment in meinen Augen als 4.000,--Euro brutto. Oder das Leben eines Taxifahrers in Dortmund = 200,--Euro brutto (das war der Wert der Beute eines tödlichen Raubüberfalls an einem Taxifahrer).
Nicht, dass ich jetzt in den Augen des Präses der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Manfred Kock als finanzpolitischer Erbsenzähler oder sozialpolitische Krämerseele darstehen will, weil ich jetzt und hier (hic et nunce) ein Plädoyer für Humanität des Lebens abgebe und dabei anmahne, humanes Sterben einem humanen Leben gleichzustellen. Zuviele Worte werden gemacht über das ungeborene Leben, lebensverlängernde Maßnahmen, embryonale Verwertbarkeit, u. ä. Aus meiner Anschauung stoßen diese Worte des Lebens Würde massiv gegen den Kopf.
Die Diskussion entfernt sich allenthalben: die Politik und die Kirche mit ihrem Drängen, populäre Themen der Mehrheit anpassen zu wollen oder die moralischen Instanzen, die mehr und mehr von ruhende in rennende Mahnmalen der Meinungs- und Stimmungsbildung sich wandeln - zu kurz in der Diskussion kommen die Betroffenen.
Hören wir doch auf die Stimmen, die uns etwas zu sagen haben, weil sie etwas er- und überlebt haben, was uns alle sehr wahrscheinlich erwartet: die Ahnung für ein Leben nach dem Tod. Die Gewißheit, dass dieses Leben, wie kurz - wie lang, wie dramatisch - wie unspektakulär auch immer, sich gelohnt hat zu leben. Ehemalige Komapatienten können ein Liedchen davon singen:
Ich versuchte, mich zu diesem Licht dahinten hinzubewegen, weil ich glaubte, dass es Christus war; ich gab mir alle Mühe, diesen Punkt zu erreichen. Das Erlebnis machte mir keine Angst - es war eher freudig. Da ich Christ bin, hatte ich das Licht nämlich sofort mit Christus in Verbindung gebracht, der ja gesagt hat: 'Ich bin das Licht der Welt.' Ich meinte zu mir selbst: 'Wenn es jetzt soweit ist, wenn ich jetzt sterben muß, dann weiß ich, wer da am Ausgang in jenem Licht auf mich wartet.'"
"Ich war aufgestanden und durch die Diele gegangen, um mir etwas zu trinken zu holen, und dabei muß dann mein Blinddarm geplatzt sein, wie man später feststellte. Ich bekam einen Schwächeanfall und fiel zu Boden. Da überkam mich auf einmal das Gefühl, zu schweben, mich mit meinem wahren Sein aus meinem Körper heraus- und wieder hineinzubewegen, und zugleich hörte ich wunderbare Musik. Ich schwebte die Diele hinunter und zur Tür hinaus, auf die mit einem Gitter umgebene Veranda. Da schien mir fast, als ob sich auf einmal ein Wölkchen oder, besser gesagt, ein rötlicher Nebel um mich erhob, und dann schwebte ich geradewegs durch das Gitter, so als ob es überhaupt nicht vorhanden wäre, und weiter hinauf in dieses reine, kristallklare Licht - ein leuchtendweißes Licht. Es war wunderschön und so hell, so strahlend, aber es hat doch unzweifelhaft eine persönliche Individualität. Es ist ein Licht höchsten Verstehens und vollkommener Liebe. Da erreichte der Gedanke mein Bewußtsein: 'Liebst du mich?' Er kam nicht ausdrücklich in Form einer Frage, aber ich glaube doch, dass das Wesen damit zugleich sagen wollte: 'Wenn du mich liebst, dann geh` zurück und vollende, was du in deinem Leben begonnen hast.' Währenddessen fühlte ich mich die ganze Zeit in überwältigende Liebe und Barmherzigkeit eingehüllt."
"Ich wußte, dass ich starb und dass es nichts gab, was ich dagegen hätte tun können, weil mich doch keiner mehr hörte... Ich befand mich außerhalb meines Körpers, ganz ohne Zweifel. Ich konnte ihn da auf dem Operationstisch liegen sehen. Meine Seele war ausgetreten! Zunächst drückte mich all das furchtbar nieder, aber dann erschien dieses gewaltig helle Licht. Am Anfang war es wohl ein bißchen matt, aber dann schwoll es zu einem Riesenstrahl - es war einfach eine enorme Lichtfülle, mit einem großen hellen Scheinwerfer überhaupt nicht zu vergleichen, wirklich ungeheuer viel Licht. Außerdem strahlte es Wärme aus; ich konnte sie deutlich spüren. Das Licht war von einem hellen, gelblichen Weiß, jedoch mehr zum Weißen hin. Es war außerordentlich hell, einfach unbeschreiblich. Obwohl es alles zu bedecken schien, konnte ich doch meine ganze Umgebung deutlich erkennen - den Operationssaal, die Ärzte und Schwestern, wirklich alles. Ich konnte deutlich sehen. Es blendete überhaupt nicht. Als das Licht erschien, wußte ich zuerst nicht, was vorging. Aber dann - dann fragte es mich, es fragte mich irgendwie, ob ich bereit sei, zu sterben. Es war, als spräche ich mit einem Menschen - nur dass eben kein Mensch da war. Es war wahrhaftig das Licht, das mit mir sprach, und zwar mit einer Stimme.
Inzwischen glaube ich, dass die Stimme, die mit mir gesprochen hatte, tatsächlich merkte, dass ich noch nicht zum Sterben bereit war. Wissen Sie, es ging ihm wohl vor allem darum, mich zu prüfen. Dennoch habe ich mich von dem Augenblick an, in dem das Licht mit mir zu sprechen begann, unendlich wohl gefühlt, geborgen und geliebt. Die Liebe, die es ausströmte, ist einfach unvorstellbar, überhaupt nicht zu beschreiben. Es war ein Vergnügen, sich in seiner Nähe aufzuhalten, und es war auch humorvoll auf seine Art, ganz gewiß!"
Hommage an einen längst verstorbenen Schachspieler aus Dortmund-Aplerbeck
|
Feuchter, dichter Schwaden quillt sich die Straße entlang und bis zu den letzten Laternen empor. Die Luft riecht blättrig und wenn man sie darstellen wollte, so gäbe man ihr ein dickes, saftiges Herbstgrün. Der Nebel kriecht bis ans Ende des Asphalts. Es höckeln sich Steine auf, die ausgezeichnet zu werfen wären, wolle man auf sich aufmerksam machen und, wenn es jemanden in der Finsternis gäbe, dem danach zu Mute wäre, solches zu tun. Es herrscht ein toter Frieden. Kein mir bekannter Dichter könnte wohl diese Idylle in Poesie fassen. Es raschelt hier kein Laub, es knistert dort kein Unterholz. Kein Geräusch, das für einen Herbstwald typisch wäre. Doch aus dem Dunklen tappt plötzlich ein naturfremdes Geräusch an die skurile Szenerie langsam heran. Vier Räder rollen über den feuchten Asphaltboden. Die letzten beiden Räder drücken Luftblasen auf den Wasserfilm einer schmalen Pfütze. Die frische feuchte Fahrspur weist gen Waldhain. Das Motorengräusch dringt näher. Noch näher. Nun hat es das Geräusch des Herbstwindes übertönt. Das Auto kommt mit knackenden und krachenden Geräuschen in die Einfahrt des kleinen Waldparkplatzes. Das Motorengeräusch erstickt und die Wagentür fällt auf. Aus dem Innern des Wagens ertönt der Rhythmus einer modernen Musikband, die sich "The Cure" nennt. Das Huschen eine Wildes läßt das knackende Unterholz hörbar werden. Ein Breitschultriger verläßt den Wagen. Er schlägt seine großen Hände aneinander und reibt sie wie wild. Reibung erzeugt Wärme, und die scheint er bitter nötig zu haben. Seine mausgrau-gesteppte Jerseyjacke ist zugeknöpft bis an den Kragen – der ist hoch geschlagen. Sein schwarzes, glattgeschnittenes, kurzes Haar spiegelt den Vollmond durch die winzigen Wasserperlen wider. Er sieht zum Mond hinauf und scheint ihn mit einem Lächeln zu grüßen. Er schließt seine Augen und Wassertropfen strömen ihm ins Gesicht. Ein wilder Regen prasselt aus dem Nichts die Erde nieder. Sein schwarzer, gekreuselter Oberlippenbart strähnt, je feuchter er wird. Langsam senkt er den Kopf und tastet seinen gewichtigen Körper über den holprigen Untergrund. Seine Hände wühlen in den Jackentaschen und kramen einen Schlüssel hervor. Dieser paßt zum Schloß für den Kofferraum. Der erste Versuch, den Schlüssel zu drehen mißlingt. Beim zweiten öffnet sich der hintere Raum des Fahrzeugs wie von selbst. Er kramt eine Decke beiseite und zieht einen langen Gummischlauch hervor. Sorgfältig rollt er ihn auf, während der Regen an seinen Rücken peitscht. Dann knallt er die Kofferraumhaube zu und hockt sich in die Knie, um am Auspuffrohr hantieren zu können. Nervös fingert er das Ende des Schlauches an den Anfang des Rohrs. Die Öffnungen passen nicht ineinander. Aufgeregt tastet er in jeder Tasche seiner Kleidung. Aus einer zieht er ein Einwegfeuerzeug hervor. Der Feuerstein entzündet eine Flamme, die immer wieder ausgeht. Mit Schlauch und Feuerzeug setzt er sich ins Auto. Dort fackelt er mit dem Feuerzeug. Die Flamme hält er stets in die Schlauchöffnung, um durch die Hitze die Öffnung zu vergrößern. Solange bis es ihm gelingt. Danach kniet er wieder am Auspuff und stülpt – diesmal ohne Schwierigkeiten – den Schlauch über die Abgasöffnung. Mit großer Sorgfalt führt er den Schlauch zur Fahrertür. Leitet den Schlauch durchs offene Fenster, setzt sich ins Auto und schließt die Tür. Dann kurbelt er das Fenster rauf – so weit, dass der Schlauch hält, aber auch nicht knickt. Er drückt alle Türschließer im Auto zu. Dann dreht er den Schlüssel im Zündschloß. Wie aufgescheucht heult der Motor auf und The Cure spielen sein letztes Lied. Ein anderes Auto wendet auf dem Parkplatz als der Fahrer samt Beifahrerin erkennt, dass sie hier nicht ungestört bleiben können. Im Auto sitzend verfolgt er mit seinen Blicken den roten Rücklichtern des schwindenden Autos. Die roten Lichter gehen plötzlich aus und es wird dunkel. Er ist tot. |
You only touch your forehead
The reason why you do
I guess, it’s only cos you forget
That the energy’s in you
You are an addict of the black
You are an addict of the white
You can only scratch your neck
If there other colours at your side
Maybe the harmony you miss
Where you ever looked for
Maybe your logical way it is
Moves to the pyramid’s structure
But there’s a hole in your building
Where I am slipping through
And I have a mysterious feeling
Anybody’s also do it, too
You only think devil’s press
And hope he will not pull!
You don’t know what he says
Only makes you sorrowfull
I think you are a fool
Fighting against Satan
But Satan knows no rule
You don’t know that he can
Push a bottom in your mind
But then it’s too late my friend
Maybe the rest of you I’ll find
in asylum is called the End
But that’s not your only way
What I want to you to tell
Is: take off! by any sunny day
And ignore the Devil’s Hell
Satan might be in your mind
Might be in your soul, too
The only chance you’ll find
Is only going through
I am good for living
I am good for love
I am good for giving
before we all must starve
And so I praise the Beauty
Nevermore the evil
The balance is my duty
Worse and worst is equal
©1986, Der Kosake
Solang Du strebst
An Deinem Glück webst
An Deinem Leben klebst
BRENNE !
Solang Du weißt
Wie Du heißt
Dass Du scheißt
Zu behaupten
Ganz dreist:
Ich BRENNE !
BRENNE !
Solange der Schatten
in Dir nicht
den Funken Licht
zu Asche bricht
und Deine Stimme spricht:
"Davorn!
Land in Sicht!"
BRENNE ! BRENNE !
BRENNE ! BRENNE !
Du auch nur noch leise
Munkelst
Durch Sorgen Deinen
Horizont verdunkelst
Du doch noch leise
Kunkelst:
Ich BRENNE !
BRENNE !
Und gehst Du auf
Ne neue Reise
Tusts wieder und wieder
Auf gleiche Weise
Und fehlt Dir auch
Die Einflugschneise
Mach n Punkt; zieh
Deine Kreise!
BRENNE !
Tus jetzt nicht morgen
Dirs sofort hier und
Jetzt besorgen
Schätze sind begrenzt
Verborgen
Beweg Dich allein
In Horden
BRENNE ! BRENNE !
BRENNE ! BRENNE !
Nimm Deinen Verstand
Nimm auch Dein
Herz zur Hand
Sprenge jede enge Wand
Schrei es hinaus
Durchs ganze Land
Ich BRENNE !
BRENNE !
Und gibst Du Dir
Noch so ne Mühe
Opferst tausend
Löffelst immer
Dieselbe Brühe
Auf dass Deine
Denn wie ein Räucherstab
Brennt Dein Leben ab
Und was es an Wärme gab
Dafür etwas anderes starb!
Und darum Mensch: BRENNE ! BRENNE ! BRENNE !"
deinen süßen feuchten Mund
1 Mal Probiern
1 Mal Probiern
oder dein schönes Pfund
1 Mal Probiern
1 Mal Probiern
haschen naschen
naschen haschen
Frieden schaffen
ohne Waffen
1 Mal Probiern
1 Mal Probiern
mal an deinem Nabel babel
1 Mal Probiern
1 Mal Probiern
Birne essen mit Mess‘ und Jabel
1 Mal Probiern
1 Mal Probiern
im alten Bundestag in Bonn
forz‘ isch korz ins Mikro von
ne Kanzel
1 Mal Probiern
1 Mal Probiern
Früchtecocktail aus deinem Schoß
ach, könnt‘ ich bloß
1 Mal Probiern
1 Mal Probiern
An deine Brust
hätt‘ ich Lust
mit deinem Busen
zu schmusen
1 Mal Probiern
1 Mal Probiern
Küß di‘ upp de Stirn
tät‘ ich jern mal probier’n
Küß di‘ upp de Backe
Und hau i upp die
Ne, dat moag i net probier’n
Kuß di‘ upp de‘ Po
oder so
1 Mal Probiern
oder nackt dich fotografier’n
1 Mal den Papst ablösen
und auf’n Petersplatz rumzudösen
1 Mal Probiern
1 Mal Probiern
1 Mal Probiern
Um Achthundert vor Christi förderten die Griechen einen natürlichen Magneten in ihrer Provinz in der heutigen Türkei zutage.
Der moderne Begriff des Magneten leitet sich von dem Wort Magnesia ab.
Die Chinesen benutzten schon vor mehr als zweitausend Jahren Magnete. Sie fanden heraus, dass ein kleiner Span immer in eine bestimmte Richtung zeigt, wenn er frei um dreihundertsechzig Grad schwingen kann. Es ist durchaus möglich, dass sie im Ersten Jahrhundert nach Christi den ersten Kompass herstellten, indem sie einen solchen Magnetspan auf einem glatten Brett ausbalancierten. Dieses Gerät wurde jedoch nicht zur Navigation, sondern zur Wahrsagerei verwendet.
Erste Hinweise darauf, dass Kompasse in der Seefahrt benutzt wurden, stammen von dem englischen Gelehrten Alexander Neckam aus dem Jahr 1180 n. Chr.
1269 n. Chr. beschrieb ein französischer Militäringenieur namens Petrus Peregrinus, wie man ein Stück Eisendraht magnetisieren konnte: indem man einen Magneten an diesem reibt und anschließend auf ein im Wasser schwimmendes Stück Holz legt, pendelt sich der Draht aus und kommt in Nord-Süd-Richtung zum Stillstand.
Eine Kompaßnadel reagiert auf die Gesetze magnetischer Anziehung und Abstoßung. Der Nordpol eines Stabmagneten zieht den Südpol eines anderen Stabmagneten an: GLEICHE POLE STOSSEN SICH AB, ENTGEGENGESETZTE POLE ZIEHEN SICH AN.
Wenn eine Kompaßnadel nach Norden zeigt, reagiert sie auf den Erdmagnetismus, der von den Bewegungen im flüssigen, äusseren Kern der Erde herrührt.
Die beiden Magnetpole der Erde wurden von ihren Entdeckern falsch benannt, denn den Gesetzen des Magnetismus zufolge, zeigt der Nordpol eines Kompasses zum südlichen Magnetpol und nicht zum nördlichen - doch die meisten Experten sind heute der Meinung, dass es zu verwirrend wäre, die Pole a posteriori (im nachhinein) umzubenennen.
Viele Wissenschaftler bezeichnen deshalb die entgegengesetzten Enden einer Kompaßnadel als nord- und südsuchende Pole. Da die geographischen und magnetischen Pole der Erde an unterschiedlichen Stellen liegen, zeigt ein Kompaß nicht zum wirklichen Norden - eine Tatsache übrigens, die die Chinesen schon um 1050 n. Chr. erkannten.
Der magnetische Nordpol liegt im Nordosten Kanadas, rund 1.600 Kilometer vom geographischen Pol entfernt. An manchen Orten macht diese Abweichung natürlich nicht viel aus; zum Beispiel scheinen vom Äquator aus die beiden Pole sehr nahe beieinanderzuliegen. In der Arktis oder Antarktis ist der Unterschied jedoch von allergrößter Bedeutung für die Orientierung...
Seeleute navigierten mithilfe primitiver Kompasse, wobei sie ein Stück magnetisiertes Eisen auf ein Stück schwimmenden Kork legten. Diese Art Kompass leistete den Entdeckern des 1500 Jahrhunderts zweifelllos große Dienste, doch schwimmende Kompasse waren unzuverlässig, insbesondere bei starkem Seegang. Im Lauf der folgenden zweihundert Jahre setzte man deshalb immer mehr auf trockene Kompasse. Hierzu montierte man eine Scheibe auf eine Nadelspitze und setzte sie auf kordanische Aufhängungen, um sie in der Horizontalen zu halten.