
Willkommen im Polen des SAUERLANDES
Die einzigen Vorgaben lauten wie folgt:
* Text darf nicht kürzer als ca. 200 Worte sein
* es muß drei Mal die Silbe "pol" vorkommen - von daher ist es nicht zwingend, dass der Text über Polen handelt. Es wurden auch schon Arbeiten eingereicht, die mit Polen nichts zu tun hatten (z. B. der Berliner Andreas Preußer mit Antwort auf die Frage, warum ein Kompaß nach Norden zeigt oder die Erlebnisse des Familienvaters Gerd Adams aus Erfurt, der seinem Sohn eine Seifenkiste baut und einen ersten Platz belegt)
| ins Bistro |
BOCHUM, ich komm' aus Dir...oder erinnerungen an meine erste heimatWenn ich an meine Kindheit zurückdenke, dann sind diese Erinnerungen auch stark mit dem Land Polen verknüpft, das mir eine Heimat bis zum zehnten Lebensjahr gewesen war. Wir lebten dort in einem mittelgroßen Dorf namens Rononow, etwa 80 Kilometer von der Großstadt Stettin entfernt.In diesem polnischen Dorf gab es eine Schule, eine Kirche, eine Post, zwei Geschäfte und sogar eine kleine Feuerwehr. Eigentlich war das für mich als Kind eine schöne Zeit; auf dem Bauernhof gab es immer etwas Neues zu entdecken. In den Sommermonaten waren wir oft am naheliegenden See baden und in den Wintermontaten gab es meistens viel Schnee und wenn nicht nicht, dann war der Frost so stark, dass wir auf dem zugefrorenem See Schlittschuh laufen konnten. Ja, es war eine schöne Zeit! Aber, wenn ich so an Polen und meine erste Schulzeit zurückdenke, dann kommen auch gemischte Gefühle auf. Und zwar deswegen, weil ich von einigen Mitschülern nicht als Pole akzeptiert, sondern als Nazi und Hitlerjunge beschimpft wurde. Der Anlass war lediglich der, dass meine Mutter Deutsche war. Als Kind fiel es mir schwer, diese Dinge richtig einzuodnen und ich fragte mich; was bin ich nun eigentlich, ein Pole oder ein Deutscher? Dann passierte es; kurz vor meinem zehnten Geburtstag bekamen meine Eltern die Ausreisegenehmigung aus Polen. Zehn Anträge hatten sie gestellt, zehn lange Jahre hatten sie gewartet und nun war es soweit: 1974 haben wir Polen verlassen und sind in die BRD nach Bochum gezogen, wo auch die Verwandtschaft mütterlicherseits lebte. Hier in Deutschland allerdings war dann meine Identitätskrise perfekt. Kaum im Übergangsheim Unna-Massen angekommen, wurde ich auch schon von den russischen Mitschülern beschimpft und verprügelt. Danach, in Bochum, war es nicht viel anders; hier wurde ich als Polake beschimpt. Gott-sei-dank haben sich diese Diskriminierungen nach wenigen Jahren gelegt, aber eines ist geblieben: die Frage nach der Identität. Es mussten erst noch weitere Jahre ins Land gehen und ich musste mich erst in Deutschland einleben, aber danach war das mit der Identität kein Problem mehr. Seit der Zeit kann ich guten Gewissens behaupten, ein Deutscher zu sein, nicht zuletzt auch dadurch, dass mir bei einem Urlaub in Polen das Auto gestohlen wurde... So wurde Deutschland zu meiner zweiten Heimat. © 2oo3, Autor möchte inkognito bleiben
DIE JAGD BEGINNT Ein Taxifahrer aus Tiflis erinnert sich an das Gesicht des Toten. Und der Chauffeur erinnert sich auch an die schöne Begleitung. Beide zusammen hat er vor cirka vierzehn Tagen zum Bahnhof gefahren. Er merkt sich Gesichter gut und lange, weiß deshalb Monika Brauck auch gut zu beschreiben. "Kurzes, rotes Haar mit einer Strähne überm Nacken, so wie es die jungen Amerikaner oder Europäer trügen." holt der Genosse Taxifahrer aus, um tiefer ins Detail zu gehen, doch der Genosse Obrigkeit winkt ab. "Völlig schwarz sei sie gekleidet gewesen, in engen Jeans und Pullover, so wie es die jungen Amerikaner, Europäer und auch die jungen Japaner trügen." fährt der Fahrer unbeirrt fort, mit der alten Berufskrankheit nicht auf Geheiß einlenken zu wollen, "Hübsch sei sie außerdem gewesen. Braune und sanfte Augen habe sie gehabt. Ihr Blick hätte etwas Asiatisches gehabt, ein rundes Kinn mit Grübchen. Doch eine Mörderin sei sie aber in keinem Falle. Mörder sähen anders aus. Und außerdem sei sie belesen gewesen, wegen den Michail Bulgakow unterm Arm..." - "Ob dem Genossen Taxifahrer noch ein anderer, junger Mann an ihrer Seite aufgefallen wäre." will der Genosse Vernehmungsbeamte wissen. Und genau an dieser Stelle muß selbst der Taxifahrer einlenken und seine Beschreibungen stoppen. Stutzend blickt er um sich und antwortet: "Nicht das ich wüßte, Genosse Fahnder!" "Danke, Genosse Taxifahrer! Sie haben uns wirklich einen sehr sozialistischen Dienst erwiesen. Die Kosmischen Kommunisten werden Ihnen auf ewig zu dank verpflichtet sein, Bürger!" und mit dem Gefühl seine Pflicht getan zu haben, verläßt der Chauffeur die Schreibstube, hinterläßt eine Personenbeschreibung, die der Genosse Milizzeichner bereits porträtiert hat und das Moni bestechend ähnlich sieht. Das Phantombild wird nach Moskau gefaxt, wodurch die Fahndung umgehend eingeleitet wird. Eine Polizeibehörde in Tiflis erinnert sich an zwei junge Europäer, die ihr Gepäck und ihre Papiere als gestohlen gemeldet haben - eine leicht abgeänderte Version des tatsächlichen Hergangs in jener Behörde, denn weil die Festnahme rein willkürlich vorsichging, brauchte Moskau von Vladimir Turkòf einen Rechenschaftsbericht, Inhalte und Fakten, die aber Vladimir, ein Freund willkürlicher Worte, allerdings nicht vorlagen, und sie somit kurzerhand erfand - und bestimmt die gesuchten Täter seien. Leider habe man den unverzeihlichen Fehler begangen, diese beiden bereits vor vierzehn Tagen freigelassen zu haben, und - nicht nur das - man habe ihnen auch noch neue Pässe auf die Namen Evelyn Lau und Heinz-Diether Gewaldt ausgestellt. Und ob sie sich noch im Lande aufhielten, sei zudem fraglich. Daraufhin beschloß man in Moskau, die Sache auf sich beruhen zu lassen. Da es sich um einen amerikanischen Staatsbürger handelte, sollten sich deren Behörden um die Aufklärung des Mordes bemühen. Ein weiteres Argument, sei die Tatsache, daß der Diplomat nicht von jemanden aus den eigenen Reihen getötet worden war, sondern mit hundertprozentiger Sicherheit von Ausländern. Vermutlich Europäern. Selbstverständlich haben sie bereits das Land verlassen. Sie haben sich vor wenigen Stunden erst voneinander getrennt. Zum Abschied haben sie sich geküßt und Moni hat ihre Maschine nach London genommen. Exakt vierundzwanzig Stunden später reist Matheas in einer Linienmaschine per Business-class als vermeintlicher Geschäftsmann unter falschen Namen und Papieren nach London. "Und wir treffen uns in sieben Tagen um zwölf Uhr mittags am Piccadilly Circus?" hat er sich nochmals versichert, bevor sie sich getrennt hatten. ©2oo3, RASANTHAUS.de, Auszug aus Kosakes "TEMPELS FEUERLAUF"
ICH WAR SCHON MAL IN POLENDER URLAUB AUF UMWEGENEs fing an wie immer, es war Zeit für den Urlaub ich ich wollte an die Ostsee. Um etwas auszuspannen, hatte ich mein Auto bepackt und fuhr los. Nach etwa vier Stunden Fahrt kam ich zur Grenze, die ich schnell passierte. Plötzlich geschah es, ich war auf halben Wege, da lief mir ein Tier vor das Auto, es krachte und ich lag im Graben. Das ist wohl das Ende des Urlaubs, dachte ich und setzte mich erstmal hin, ich stand auf einer Landstrasse und weit und breit nichts zu sehen, kein Dorf und keine anderen Autos. "Na ja", dachte ich, "ich komme hier nicht so schnell weg. Also warte ich darauf, dass jemand vorbeikommt." Nach etwa einer Stunde kam ein Mann mit einem Ochsenkarren vorbei und hielt an, um zu sehen was los ist, doch ich hatte Pech, denn er konnte kein Wort deutsch. Aber zu meinem Erstaunen machte er mir ein Zeichen: ich sollte aufsteigen. Das tat ich auch. Dann fuhr er weiter und ich war sehr gespannt, wo er hin wollte.Nach einer weiteren Stunde konnte ich ein Dorf sehen, welches wir nach ein paar Minuten erreichten. Der Mann machte auf einem kleinen Hof Halt und winkte mir zu, ich sollte mit ihm gehen. Das tat ich auch, wir gingen in das alte, etwas heruntergekommene Bauernhaus und setzten uns in die Küche. Kurz darauf kamen seine Frau und seine zwei Söhne. Er muss ihnen wohl erklärt haben, was mit mir los war. Seine Söhne gingen kurzdarauf raus und seine Frau stellte mir etwas zu Essen hin. Ich war sehr verwundert, dass diese Leute mich so umsorgten. Nach dem Essen kamen auch seine Söhne wieder und hatten zu meinem Erstaunen mein Auto dabei; sie hatten ihn aus dem Graben gezogen und auf den Hof geschleppt. Der ältere Sohn kam zu mir und sprach gebrochen deutsch. Er gab mir zu verstehen, dass der Schaden nicht allzu schlimm sei. Er und sein Bruder würden es hinbekommen und ich könnte am nachsten Tag weiterfahren. Ich bedankte mich für ihre Hilfe und fragte, ob ich etwas für sie tun könnte, er lehnte dankend ab und rief seinen Vater. Der alte Mann kam und bat mich wieder rein, er zeigte mir ein Zimmer mit Bett und deutete, ich könnne hier schlafen. Wir gingen nach unten und setzten uns hin, da kam er mit einer Flasche Wodka und zwei Gläsern. Dann nahmen wir ein oder zwei zu uns und ich ging zu Bett. Ich war beeindruckt von dieser Gastfreundlichkeit und der Offenherzigkeit, die sie mir entgegen brachten! "Wenn man über Polen nachdenkt, ist es leider oft so, dass die Kriminalität, Armut und hohe Arbeitslosigkeit einem ins Auge sticht." Ich hatte in der Nacht sehr gut geschlafen und als der nächste Morgen anbrach, wurde ich mit einem Frühstück, das seinesgleichen sucht, sehr nett geweckt. Es war alles da, was das Herz begehrte! Nach dem ich mich gestärkt hatte, ging ich zum Auto, um zu sehen, was damit los war, doch als ich hinaus kam, war mein Auto schon fertig und fast wie neu. Als ich ins Haus zurückkam, standen alle da, um mich zu verabschieden. Nach einiger Zeit fragte ich, was ich wohl schuldig sei, darauf sagte der Sohn, ich sollte nur das geben, was ich entbehren könne. Da kam mir die Idee, ich könnte meinen Urlaub hier verbringen und das Geld dafür denen geben, die mir so geholfen haben. So hatte ich in Polen den schönsten Urlaub meines Lebens. ©2oo2, unbekannter Autor, Rehabilitand des BFW-Dortmund, Rehabilitationsvorbereitungslehrgäng 95 j bis m
5 GEGEN SHEILAICH WAR SCHON MAL IN POLENMein Leben durch das Fokus der KameraEs war schon ein seltsames Gefühl, als ich das Flugzeug bestieg, welches mich in das Krisengebiet der letzten Jahre bringen sollte. Klar, es war mein Job als Kriegsberichterstatter von CNN, über mögliche, militärische Entwicklungen und Geschehnisse im Irak zu berichten. Ich hatte jedoch inständig gehofft, dass amerikanische, britische und andere Politiker so vernünftig wären in der heutigen Zeit, aufgrund der Erfahrungen des Kalten Krieges und diverser blutiger Kriege (Vietnam, Somalia), Diplomatie statt Waffengewalt walten zu lassen. Aber es steht speziell für die Amerikaner wahrscheinlich wirtschaftlich zu viel auf dem Spiel; Saddams Öl ist Grund genug, einen Krieg zu beginnen. Wo die Politik am Ende ist, muss nach Ansicht des „Revolverhelden“ George W. Bush – der zudem noch der „ungewählte“ Präsident der Vereinigten Staaten ist - dem „Feind“ zwangsläufig dem Willen der USA aufgedrängt werden.Während mein Flugzeug langsam zur Startbahn rollte, sah ich vor meinem Geistigen Auge noch mal die TV-Bilder des ersten Golfkriegs von 1991. Zerstörte Häuser, die hungernde Bevölkerung, Plündereien, das Leid, verletzte Kinder, Sirenengeheul, Bomben, die ganz Bagdad erschütterten, Alliierte, an deren Panzern die amerikanische Flagge patriotisch und siegesgewiss gehisst wurde, Sandstürme etc. Mir wurde schlecht und meine Gesichtsfarbe verbleichte zusehends. Ich musste mich also mit dem Gedanken anfreunden, in einem Hotel, mitten in Bagdad City zu sitzen und inständig darauf hoffen, dass die alliierten Bomben dieses verfehlen, weil es für mich und die irakische Bevölkerung zu wenige Luftschutzbunker gibt. Dass der Krieg stattfindet, war für mich schon Monate vorher klar. Es wäre Idiotie gewesen, zu denken, dass die amerikanische und britische Allianz ihre Streitkräfte in die Golfregion verlegen würden, nur um auf das Hussein-Regime Druck auszuüben. Es war doch von vornherein klar, dass Saddam Hussein sich diesem nicht beugt. Der Pilot fuhr die Drehzahl der Turbinen hoch und das Flugzeug vibrierte und schoss nach vorne... Ich stellte mir eine Welt vor, in der alle Menschen ruhig, friedlich und in Harmonie leben, ohne irgendwelche Religionskonflikte , ohne Fanatiker, ohne Diktatoren, ohne korrupte Politiker; alle Länder und deren Oberhäupter sind redlich bemüht, friedlich miteinander umzugehen. Aber im selben Moment wurde mir bewusst, wie unrealistisch, wie naiv, diese, meine Denkweise war. Man wird nie in wirklichen Frieden miteinander leben können. Dafür gibt es zu viele Politiker und Oberhäupter, die in fremden Ländern und deren Politik Einfluss nehmen wollen. War der erste Golfkrieg noch dafür gedacht, den Invasor Saddam Hussein aus Kuwait zu verjagen, ist dieser Krieg jetzt nicht so ohne weiteres moralisch, wie menschlich vertretbar. Ich sah in die nahe Zukunft: Ich sah mich vor der Kamera, wie ich vor zerstörten Häusern stehe, hinter mir verletzte Menschen, Kinder, die am Kopf und Körper bandagiert sind. Ich stehe dort und berichte den Leuten zu Hause vor den Fernsehern von den Geschehnissen. Irgendwo in der Ferne heulen die Sirenen auf und ich muss meinen Bericht abbrechen, um mich in Sicherheit zu bringen. Aber es ist, wie gesagt mein Job, ich habe ihn mir freiwillig ausgesucht und ich habe mich auch freiwillig für diesen Auslandseinsatz gemeldet. Meine Frau war geschockt, als ich ihr von meinem Vorhaben erzählte. „Wie kannst Du nur?“ sagte sie mit Tränen in den Augen, „Warum Du?“. Na ja, so ganz wusste ich es selber nicht mehr so genau, warum und wieso. Ich wusste nur, ich wollte diesen Job unbedingt machen. Ich schloss meine Augen und versuchte, noch ein bisschen zu schlafen, während das Flugzeug von der Startbahn abhob und in den Steigflug ging... ©2oo3, Jörg Pfaff, RVL96j
Auszug aus:AYURKINoder das mädchen mit der glatze"Wir sagen, die Wohnung ist die jeweils kleinste Moschee im Leben eines Gläubigen." jedesmal, auch ohne dass es Halil bewußt ist, läuft dieser Spruch durch seinen Kopf, als hätte er igendwann ein Mal ein Band verschluckt. Es muß der Großvater gewesen sein, der ihm diese Weisheit eingelöffelt hat, aber genau erinnert sich Halil auch nicht mehr daran, von wem er diese Standpauke bezogen hatte. Es ist ganz und gar selbstverständlich, die Schuhe auszuziehen, bevor ein geheiligter, in Allahs Stunden von Kindes- und Frauenhand gewebter Teppich mit dem Fuß betreten wird. So war das schon immer. auch in Deutschland, wo die Schuhe teurer und italienischer, aber keinesfalls beschmutzt, allerhöchstens verstaubt sind. Denn Schuhmode ist auf teuren Perserteppichen nicht gern gesehen." O n k e l, was hältst Du davon?" bittet Bilal um Aufmerksamkeit. Arslan fährt erstaunt aus seinem Nickerchen. Hat er geträumt oder tatsächlich seinen großen, stummen Neffen vernommen? Arslan hat schon angenommen, dass dieser dritte Drilling von Tâghût mit Stummheit und Taubheit bestraft worden sei. Seit seiner Ankunft im Okzident und das ist jetzt schon über eine Woche her - hat Arslan nicht einen Ton von Bilal vernommen. Stumm hat dieser entweder hinter irgendwelchen deutschgeschriebenen Büchern gehockt oder sich über seinen Teller gebeugt und teilnahmslos die Mahlzeiten in sich hineingeschaufelt und dabei gleichzeitig gelesen. Und jetzt spricht er plötzlich; und das sogar im einwand- und akzentfreien Türkisch. Gespannt, was Bilal ihm mitzuteilen hat, rückt Arslan mit dem Po ein Stück weiter zur Sesselkante, beugt seinen Oberkörper näher an seinen Großneffen heran, doch der Abstand bleibt gewahrt. Es trennt sie der kleine Beistelltisch auf dem Bilals Füße ruhen.
©2oo3, RASANTHAUS.de, Auszug aus Kosakes "AYURKIN oder das Mädchen mit der Glatze"
ICH WAR SCHON MAL IN POLENAngeln in Polen In Polen gibt es viele natürlich entstandene Seen, die sehr groß sind. Die meisten davon, besonders die im Norden, entstanden während der letzten Eiszeit. Einen ganz besonderen Charakter haben einige in den Karpaten und Sudeten gelegene Seen. Auch die entstanden durch Eiszeitgletscher. Dort findet man außerdem künstlich entstandene Seen. Solche künstlich–angelegten Gewässer in Höhenlagen sowie in Niederungen, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Das sind Stauseen zur Energiegewinnung und Pegelregulierung, die außerdem viele Wassersport- und Angelmöglichkeiten bieten. An die ausgedehnten Gewässer kommen fast das ganze Jahr Angler – nicht nur aus Polen, sondern auch Gäste aus dem Ausland, und zwar besonders zahlreich aus Deutschland, Holland und der Schweiz. Die meisten Seen werden von selbständigen Fischereigesellschaften betrieben, in einigen Regionen vom Polnischen Anglerverband oder anderen Organisationen, aber auch von Privatpersonen gepachtet. Bei jedem Pächter herrschen andere, meistens jedoch ähnliche Vorschriften zum Fischfang, die mit der Fangerlaubnis ausgegeben werden. Die Lizenzen bekommt man bei den jeweiligen Gesellschaften oder an den Seen gelegene Hotels und Campingplätzen.©2oo3, Andre Schauperl, RVL96j
Auszug aus TEMPELS FEURLAUFDaß die Duschkabinen von innen nicht zu verriegeln sind, findet Matheas zwar etwas seltsam; duscht aber trotzdem nackt und ungeniert. Es tut ihm gut, sich den Schweiß vergangener Sorgen abzuduschen und sich mit neuen Überraschungen berieseln zu lassen. - Als da plötzlich die Badezimmertür zu den Duschkabinen leise knarrt. Doch Matheas hört es nicht. Das Plätschern des rieselnden, lauwarmen Wassers in seiner unverschlossenen Kabine ist lauter als dieses leise Knarren. Er hört auch nicht das leise Reißen ihres Hosenschlitzes. Und auch nicht das erotische Geräusch der statischen Entladung, als sie die hautengen Jeans über ihre wohlgeformten Schenkel zieht. Wenn er sehen könnte, wie sie ihr T-Shirt am Hüftsaum anfaßt und sich das enge Etwas nach links krempelt. Und ihren Nabel, dann ihren schmalen Brustkasten und zuguterletzt ihre runde Brust entblößt. Bis sie es über den Kopf gänzlich abstreift. Auch den fast geräuschlosen Fall ihres Schlüpfers auf den Fliesenboden nimmt er nicht wahr.©2oo3, RASANTHAUS.de, Auszug aus Kosakes "AYURKIN oder das Mädchen mit der Glatze"
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